Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt (Hg.)
Generalist 1.2009
Plan haben
dt./engl.
82 Seiten
zahlr., teil farb. Abb.
29,7 x 21 cm, Paperback
ISBN 978-3-89479-573-3


19,90 EUR



Generalist 1.2009 stellt "Plan haben" in den Mittelpunkt der Augabe. Ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeiten des Architekten ist das Planen – es findet seinen Ausdruck im Plan. Von Raumordnungsplänen über Masterpläne bis hin zu Details reichen die unterschiedlichen Maßstabsebenen. Darüber hinaus werden aber auch abstrakte Zusammenhänge wie etwa der zeitliche Ablauf eines Bauprozesses in Plänen visualisiert. Planen ist in der Architektur auf allen Ebenen notwendig und wird meistens von Visualisierungstechniken unterstützt. Im Gegensatz zum Entwerfen auf dem weißen Blatt liegt dem Planen bereits ein Bild, eine Vision, eine Idee oder ein Entwurf zugrunde.

Die Negation des Planens ist nicht ganz scharf zu fassen. Spontanität und Improvisation kommen ohne Merkmale planvollen Handelns aus. Werden sie aber absichtlich eingesetzt, so ist zumindest die Nicht-Vorhersagbarkeit geplant. Ganz ohne Planung kommt also gleichsam nur die intuitiv gelebte Gegenwart aus – paradox aufgefasst beinhaltet die Tätigkeit des Planens selbst schon unvorhersagbare bzw. unplanbare Momente.

Die Beschäftigung mit dem Thema Planung birgt die Gefahr, schwerpunktmäßig Inhalte von Planungstheorie und -methodik im Bereich der Stadt- und Raumplanung abzubilden. GENERALIST möchte das Thema anders begreifen. Die Selbstbeobachtung im Planungsprozess gestaltender Arbeit im Allgemeinen vermag Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Gestaltungsdisziplinen und Maßstäben zu verdeutlichen. Beispiele für Wechselwirkungen zwischen Plan und Werk unterstützen Thesen und Erkenntnisse in diesem Themenfeld, distanzierte Betrachtungen der beobachtenden Wissenschaften liefern erfrischende Zugänge zur eigentlichen Arbeit am Plan – so unsere Hoffnung. Eine maximale Bandbreite an Zugängen zum Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven ist das Ziel dieses call-for-papers.

Das Magazin enthält Beiträge u. a. von Christopher Dell, Joschua Bolchover, Dagmar Jäger, Eric Firley und einer Photostrecke von Michael Hudler.


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