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Angelika Wesenberg (Hg.)
Ruth Langenberg (Hg.)
Im Streit um die Moderne
Max Liebermann. Der Kaiser. Die Nationalgalerie
128 Seiten
51 farbige Abb., 85 Abb. im Duotone
20 x 27 cm, gebunden mit Prägung und Etikett
ISBN 978-3-87584-102-2
Max Liebermann gehört hierzulande zu den bekanntesten und bis heute beliebtesten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Dieses Buch erschien anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im wiedererrichteten Liebermann Haus am Pariser Platz. In verschiedenen Beiträgen wird vorgeführt, wie sich die Bildwelt Liebermanns in der Auseinandersetzung mit der jeweils anerkannten Kunst entwickelte: zunächst im Streit um, später im Streit gegen die Moderne – und auch im erbitterten Streit mit der Nationalgalerie. In allen Konflikten war Kaiser Wilhelm II. mehr oder weniger präsent. Er lehnte die „Arme-Leute“-Malerei ebenso ab wie den verunklärenden Impressionismus. Den Symbolismus schließlich hielt er mit Liebermann für „blödsinnig“, den Expressionismus mochten beide nicht mehr verstehen. Aber es gab auch direkte Konflikte zwischen Wilhelm II. und Liebermann. Der deutsche Kaiser und der jüdische Maler, der Adelige und der Großbürger, wohnten jeweils an einem Ende der Linden. Das Wort vom „Gegenkaiser“ hatte ästhetische, politische und soziale Hintergründe. Der Band verfolgt den Lebensgang Liebermanns wie auch die Geschichte der Nationalgalerie im Kontext der politischen Situation. 51 in Farbe abgebildete Werke sowie 16 Zeichnungen werden in einem Tafelteil vorgestellt, die Essays handeln von dem „Hässlichen, dem Wahren und der wahren Schönheit“, von der impressionistischen Weltsicht, von Liebermanns Verhältnis zur Moderne und von dem maßlosen Streit zwischen Liebermann und der Nationalgalerie in den zwanziger Jahren.
Dieser Band ist zugleich der Katalog zur gleichnamigen, von der Nationalgalerie anlässlich der geplanten Neueröffnung im Dezember 2001 veranstalteten Ausstellung im Liebermann Haus am Pariser Platz vom 27. Oktober 2001 bis zum 27. Januar 2002.
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