Siebrand Rehberg
Signale des Aufbruchs
Berlin-Fotografien der frühen Siebzigerjahre
deutsch/englisch
136 Seiten
120 s/w-Abbildungen
24 x 22 cm
gebunden
ISBN 978-3-89479-878-9


24,95 EUR

Auch als limitierte Vorzugsausgabe mit signiertem und nummeriertem Handabzug erhältlich!
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Das geteilte Berlin in den 1970er-Jahren, eine Stadtlandschaft voller Kriegsruinen und Kontraste. Ganz Europa ist in politische Blöcke geteilt – die jetzt langsam in Bewegung geraten. Siebrand Rehbergs Fotografien sind eindringliche und wichtige Dokumente einer Zeit der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen: Willy Brandt und Erich Honecker, politische Hoffnungsträger in West und Ost; die Glitzerwelt vom »Schaufenster des Westens«, dem Kurfürstendamm; die Lebenstristesse in Kreuzberg; die militärische Steifheit der Jubelparaden zum 25. Jahrestag der DDR; die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten, die als »rotes Woodstock« in die Geschichte eingingen. Rehbergs präzise Bestandsaufnahmen einer brisanten Umbruchzeit erlauben auch nostalgische Blicke in eine Zeit, die, vielen noch vertraut, doch schon den Charme des Entrückten besitzt.
In seiner Einleitung leuchtet Erik Steffen den allgemeinen politischen und den Berlin-spezifischen  Hintergrund aus, vor dem diese Fotografien entstanden.

Siebrand Rehberg war freier Mitarbeiter für die ZEIT, das ZEIT-Magazin und den Spiegel. Er hatte als Fotograf nicht nur die große Politik und ihre Inszenierungen, sondern immer auch die Lebenswirklichkeiten der Menschen im Blick.

Erik Steffen lebt und arbeitet als Publizist, Kurator und Literaturvermittler in Berlin. Der Blick auf die Menschen am Rand und ihre sperrigen Biografien bestimmt seine Wahrnehmung. Er schreibt u.a. für den Tagesspiegel.


»Das Kreuzberg der 70er-Jahre entfaltet in seinen Bildern eine ungeheure Ausdruckskraft.«
Die Welt

»Siebrand Rehbergs Fotos sind eine echte Entdeckung.«
taz

»Man meint fast, in den Straßenszenen auf seinen Fotos den Kohlegeruch noch riechen zu können.«
Berliner Morgenpost

»Eindrucksvoll und beispiellos (...) ein herausragendes Stimmungsbild jenseits von Melancholie und Nostalgie.«
BerlinOnline.de

»Man glaubt, die Stadt riechen zu können.«
RadioBerlin 88.8

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4 Kundenbewertungen:

Bewertung: 5 von 5 [5 von 5]10. April 2015

Ich lebte selbst Ende der 60er-/Anfang der 70er-Jahre in West-Berlin, Kreuzberg, in der Freak-/"Blues"-Szene in einer 1 1/2 Zimmerwohnung, Parterre, Hinterhof, Ofenheizung aber Innenklo; auch tagsüber depressionsfördernd dunkel, von Familie aufgegben und fast ohne Perspektive. Die Politisierung durch die 68er Migrationswelle von Türken in SO 36 sowie die Kahlschlagsanierung und Überalterung der Bewohner bei überall vorhandenen, sichtbaren Kriegszerstörungen, aber in absoluter Selbstbehauptung prägten mein damaliges Lebensgefühl. "Tristesse und Wahnsinn" sehe ich auch in diesen Fotos, die mehr als authentisch sind. (Burkart, Richard)

Bewertung: 5 von 5 [5 von 5]28. Oktober 2014

Freu ich sehr auf die Fotos. Bin 1972 aus der südwestlichen Provinz der BRD nach West-Berlin gezogen und die Bilder die ich bisher auf SPON sah, erzeugen echte Flash Backs. Toll... LG Peter Minges (Peter Minges)

Bewertung: 5 von 5 [5 von 5]15. Oktober 2014

Sehr gute Fotos, mit der alten Fototechnik strahlen die Fotos Lebhaftigkeit aus, was mit den neuen Verfahren nicht mehr herauskommt. Neue Fotos sind für mich meistens im Ausdruck leblos. (both)

Bewertung: 5 von 5 [5 von 5]9. Oktober 2014

Ein sehr gutes Buch der Siebzigerjahre aus Berlin, ein wertvolles Zeitdokument. Interessant gestaltet, wirklich ein Highlight. (Zerrath, Gudrun)

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