Tobias Quast
Der Tod steht uns gut
Vanitas heute
144 Seiten, 14,0 x 21,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-89479-731-7


9,95 EUR

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Unser Umgang mit dem Tod erscheint paradox: Einerseits verdrängen wir ihn und seine grundlegende Bedeutung für unser Leben aus dem Bewusstsein, andererseits begegnet er uns immer öfter in Film und Fernsehen. Symbole, allen voran der Totenkopf, schmücken in vielfältiger Weise unsere Kleidung und Accessoires. Jahrhundertelang erinnerten uns diese Symbole an die eigene Sterblichkeit – was ist heute übrig geblieben von der Vergänglichkeitsmahnung, der Vanitas?
Das Buch begibt sich anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur, Medien und Kunst auf eine Entdeckungsreise durch die Zeit, um dem heutigen Verständnis von Vergänglichkeit und Tod auf die Spur zu kommen. Es zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab, die ihren vorläufigen Höhepunkt im derzeitigen Credo »death sells« findet. Der Autor zeigt, dass Medien, Mode und Web 2.0 dabei weiterhin mehr oder minder subtil um das alte Menschheitsthema kreisen: den Wunsch nach Unsterblichkeit.

Tobias Quast studierte nach seiner Ausbildung zum Buchhändler Anglistik und Medienwissenschaft in Düsseldorf und Reading (GB); sein Studium schloss er mit der Promotion ab. Er war Lehrbeauftragter an der Universität Düsseldorf und Gastdozent für englische Literaturwissenschaft an der University of Wisconsin (USA). Als Führungskraft kehrte er für mehrere Jahre in den Buchhandel zurück. Heute lebt Quast als freier Autor in Bonn.


»Tobias Quast hat einen ebenso eleganten wie intelligenten Essay zum Vanitas-Motiv in Literatur, Theater, Film und Internet geschrieben.«
immer-schoen-sachlich.de

»eine niveauvolle Auseinandersetzung«
ekz

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1 Kundenbewertung:

Bewertung: 5 von 5 [5 von 5]7. Januar 2013

Dieses Buch ist so eines der Kleinode, über die man in guten Buchhandlungen stolpert, sie durchblättert, Herzrasen bekommt und sofort mitnimmt. Tobias Quast füllt mit der kleinen, aber ausgesprochen dichten Abhandlung eine wirkliche Lücke in der Literatur über den Tod in Vergangenheit und Moderne. Hier haben wir es mit keinem Ratgeber zu tun, mit keiner Sammlung von Anekdötchen, aber auch mit keiner wissenschaftlichen Arbeit, die den Leser überfordert. Der Tod wird tabuisiert. Das haben wir mittlerweile alle verstanden. Aber trotzdem ist er allgegenwärtig. Vampirromane, Totenkopfaccessoires, makabre Computerspiele. In einer beeindrucken Sammlung öffnet uns der Autor die Augen dafür, wo er überall lauert, der Sensenmann. Und Quast hinterfragt: Was bedeutet das? Vanitas, vor allem in der bildenden Kunst, hat eine lange Geschichte, auch auf barocken Stillleben sehen wir die Motive, die uns heute modisch chic erscheinen. Aber in den letzten Jahrhunderten hat sich viel verändert. Was bedeutet ein Totenkopf im 17., was bedeutet er im 21. Jahrhundert? Quast legt einen ganzen Abriss über die abendländische Vanitaskultur vor, zeigt geschichtliche Entwicklungen auf und bleibt dennoch konkret, denn immer wieder kommt er zurück auf Erscheinungen in der Gegenwart. Ein beeindruckendes Buch, das fordert, aber nicht überfordert, und dem man die Kompetenz des Autors, der zum Thema Vanitas promovierte, auf jeder Seite anliest. LESEN! (Florentine Degen)

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